Status Rettungsdienst: Die größte bundesweite Befragung im Rettungsdienst

Status Rettungsdienst ist die größte bundesweite Befragung von Beschäftigten im Rettungsdienst (Laufzeit: 5.12.2025 bis 6.2.2026). Über 7.900 Beschäftigte nahmen an der Umfrage teil. Dies entspricht etwa 8,6% aller im deutschen Rettungsdienst Beschäftigten. Initiiert wurde die Befragung von Stella Merendino (MdB), um Menschen von der Basis in die anstehende Reform der Notfallversorgung einzubeziehen. Denn eine echte Reform entsteht nicht in Ministerien, sondern bei den Menschen, die den Laden jeden Tag am Laufen halten.

Arbeitsbedingungen

Das 12-Stunden-Schichtmodell dominiert unter den Beschäftigten im Rettungsdienst (54,8%). Etwa ein Viertel aller Befragten arbeiten im 24-Stunden-Modell und weitere 9,5% im 8-Stunden-Modell. 10,3% der Befragten gaben an in einem anderen oder in wechselnden Schichtmodellen tätig zu sein. In Bezug auf die Art der Region zeigen sich signifikante Unterschiede hinsichtlich der Schichtmodelle. Befragte aus ländlichen Regionen arbeiten seltener im 8-Stunden-Modell und häufiger im 12-Stunden-Modell als Befragte aus Städten.

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46% der Befragten arbeiten typischerweise bis zu 3 Tage am Stück. Unter dieser Kategorie sind auch alle Befragte gefasst, die im 24h-Schichtmodell arbeiten und demnach aufgrund der vorgeschriebenen Ruhezeiten nie mehr als einen Tag am Stück arbeiten. Weitere 47% gaben an typischerweise 4-6 Tage am Stück zu arbeiten. Nur wenige Beschäftigte arbeiten typischerweise mehr als 6 Tage am Stück.

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32% der Befragten machen in einem Monat durchschnittlich mehr als 10 Überstunden. Diese Kategorie ist nach oben hin offen, so berichteten nicht wenige auch von mehr als 30 und bis zu 100 Überstunden in einem Monat. Weitere 31% gaben an durchschnittlich mehr als 5 Überstunden in einem Monat zu machen. Auffällig ist, dass Befragte aus städtischen Regionen mehr Überstunden machen als Befragte aus ländlichen Regionen.

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Hohe Belastung

Ein Drittel der Befragten gibt an ihren Arbeitsalltag oft als belastend zu empfinden. Die meisten Befragten empfinden ihren Arbeitsalltag manchmal als belastend (48%). Auszubildende und Beschäftigte aus ländlichen Regionen scheinen ihren Arbeitsalltag als weniger belastend zu empfinden. Je mehr Überstunden Befragte machen und je mehr Tage sie am Stück arbeiten, desto eher bewerten sie ihren Arbeitsalltag als belastend. 

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Zwischen den verschiedenen Berufsgruppen im Rettungsdienst zeigen sich hoch signifikante Unterschiede im Belastungsempfinden. Notfallsanitäter*innen und Rettungsassistent*innen berichten die stärkste Belastung im Vergleich zu anderen Berufsgruppen, Notärzt*innen die geringste.

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56,3% aller Befragten stimmen voll oder eher zu, dass ihre jetzigen Arbeitsbedingungen in den nächsten Jahren tragbar für sie sind. 37,7% jedoch können dieser Aussage nicht zustimmen. Auszubildende, Befragte die im 24-Stunden-Modell arbeiten und Befragte aus ländlichen Regionen bewerten ihre Arbeitsbedingungen eher als mittelfristig tragbar. Je häufiger Befragte 2025 Gewalt gegenüber sich, Kolleg*innen oder Patient*innen erlebt haben, desto weniger empfinden sie ihre Arbeitsbedingungen als tragbar.

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Hohe Zahl an Fehleinsätzen

Beim Thema Arbeitsbelastung fiel kein Begriff so häufig wie Fehleinsätze. 42,6% der Befragten sind der Meinung, dass Menschen aufgrund fehlender Kenntnis von anderen Angeboten den Rettungsdienst rufen, obwohl eine andere medizinische Versorgung geeigneter wäre. 18,4% sehen den Grund für Fehleinsätze in der fehlenden Verknüpfung bestehender Versorgungsangebote, und 14,2% in fehlenden alternativen Versorgungsangeboten. 12,5% der Befragten sehen zu hohe Hürden beim Zugang zur Versorgung als Grund dafür, dass Menschen den Rettungsdienst rufen, obwohl eine andere medizinische Versorgung geeigneter wäre. 

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Geringe Berufsverweildauer

Lediglich 5,9% der Befragten können sich vollends vorstellen ihren Beruf bis zur Rente ohne Einschränkungen auszuüben. Dem gegenüber stehen ganze 67,5% der Befragten, die sich nicht vorstellen können ihrem Beruf bis zur Rente nachzugehen. Befragte aus ländlichen Regionen, Befragte die im 24-Stunden-Modell arbeiten und Beamt*innen beantworten die Frage eher positiv. Auch wer seine Bezahlung als gerecht empfindet kann sich eher vorstellen seinem Beruf bis zur Rente ohne Einschränkungen nachzugehen.

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Über 60% der befragten Notärzt*innen können sich gut vorstellen ihrem Beruf bis zur Rente ohne Einschränkungen nachzugehen. Notfallsanitäter*innen hingegen geben mit 70,4% am häufigsten an sich dies nicht vorstellen zu können.

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Mängel in Ausbildung, Aufstieg und Weiterbildung

Eine große Mehrheit stimmt eher zu (48%) oder voll zu (28,4%) sich durch ihre Ausbildung gut auf den Beruf vorbereitet zu fühlen. 17,7% aller Befragten stimmen dieser Aussage nicht zu.  

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Rettungssanitäter*innen geben mit 29,4% am häufigsten an sich durch die Ausbildung nicht gut vorbereitet zu fühlen.

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Mehr als zwei Drittel aller Befragten haben nicht das Gefühl gute Aufstiegsmöglichkeiten zu haben. Beamt*innen stimmen der Frage „Hast du das Gefühl, dass du gute Aufstiegsmöglichkeiten hast?“ mit 47,3% deutlich öfter eher oder voll zu als nicht-verbeamtete Befragte (23,5%).

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Notärzt*innen und Rettungshelfer*innen bewerten ihre Aufstiegsmöglichkeiten deutlich besser als die anderen drei Berufsgruppen. 

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Mehr als die Hälfte aller Befragten stimmt nicht zu das Gefühl zu haben über genug Weiterbildungsmöglichkeiten zu verfügen. Befragte aus ländlichen Regionen bewerten ihre Weiterbildungsmöglichkeiten etwas schlechter als alle anderen Befragten. Beamt*innen bewerten ihre Möglichkeiten zur Weiterbildung signifikant besser als nicht-verbeamtete Beschäftigte.

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Notfallsanitäter*innen bewerten ihre Weiterbildungsmöglichkeiten am schlechtesten: 55,5% von ihnen können der Frage „Hast du das Gefühl, dass du genug Möglichkeiten zur Weiterbildung hast?“ nicht zustimmen. Von den befragten Notärzt*innen wiederum gaben nur 21,3% an, über nicht genug Weiterbildungsmöglichkeiten zu verfügen. 

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Fehlende Absicherung

Mehr als die Hälfte der Befragten (57,6%) fühlt sich auf der Arbeit nicht adäquat rechtlich abgesichert, zum Beispiel im Fall von Fehlmedikation oder Todesfällen.

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Notärzt*innen bewerten ihre rechtliche Absicherung signifikant besser als andere Berufsgruppen im Rettungsdienst. Am schlechtesten bewerten Rettungsassistent*innen ihre rechtliche Absicherung.

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Gewalt ist Alltag

91,6% aller Befragten haben im vergangenen Jahr mindestens einmal Gewalt auf der Arbeit erlebt – an sich, an Kolleg*innen oder an Patient*innen.

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Etwa ein Viertel aller Befragten wurde 2025 kein einziges Mal selbst Opfer von Gewalt oder Übergriffen auf der Arbeit und die Hälfte aller Befragten weniger als 5 Mal. 16,7% der Befragten haben im vergangenen Jahr zwischen 5- und 10-mal Gewalt oder Übergriffe selbst erlebt, 4,5% mehr als 10-mal und 2,6% gar so oft, dass sie nicht mehr mitgezählt haben.

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Weibliche und diverse Beschäftigte im Rettungsdienst erleben häufiger Gewalt auf der Arbeit. Auch zwischen den Regionen bestehen hoch signifikante Unterschiede: Befragte aus ländlichen Regionen erleben (oder berichten) insgesamt seltener Gewalt oder Übergriffe als Befragte aus Städten. 

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Nur 16,5% aller Befragten haben im vergangenen Jahr keine Gewalt oder Übergriffe gegenüber ihren Kolleg*innen miterlebt. Etwa die Hälfte aller Befragten hat zwischen 1- und 4-mal Gewalt oder Übergriffe an Kolleg*innen miterlebt, ein beträchtlicher Teil auch öfter. Auch hier zeigt sich ein signifikanter Unterschied in Bezug auf Geschlecht: Befragte Männer erleben nicht nur seltener selbst Gewalt, sondern geben auch an seltener Gewalt gegenüber ihren Kolleg*innen mitzuerleben.

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43,1% aller Befragten haben 2025 gar keine Gewalt gegenüber Patient*innen erlebt. 36,3% gaben an im vergangenen Jahr weniger als 5-mal Gewalt oder Übergriffe an Patient*innen miterlebt zu haben. 2,9% erlebten so oft Gewalt gegenüber ihren Patient*innen, dass sie nicht mehr mitgezählt haben.

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Gewalterfahrungen wirken sich negativ auf die Arbeitsbelastung aus. Je öfter Befragte im vergangenen Jahr Gewalt erlebt haben, desto häufiger empfinden sie ihren Arbeitsalltag als belastend. Auch Befragte, die häufig Gewalt gegenüber ihren Kolleg*innen oder Patient*innen erlebt haben, nehmen ihren Arbeitsalltag eher als belastend wahr.

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Das Erleben von Gewalt scheint auch einen negativen Einfluss auf die erwartete Berufsverweildauer zu haben. 76,8% aller Befragten, die 2025 so oft Gewalt erlebt haben, dass sie nicht mehr mitgezählt haben, können sich nicht vorstellen ihrem Beruf bis zur Rente ohne Einschränkungen nachzugehen.

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Belastung gefährdet Patient*innensicherheit

Mehr als ein Drittel aller Befragte glaubt nicht, dass die Patient*innensicherheit mit den jetzigen Arbeitsbedingungen gewährleistet ist. Befragte, die angeben häufiger Abstriche bei der Qualität ihrer Arbeit machen zu müssen um ihr Arbeitspensum zu schaffen, stufen die Patient*innensicherheit eher als gefährdet ein. Auch in Bezug auf die Überstunden und Arbeitstage zeigt sich ein signifikanter Zusammenhang: Je mehr Überstunden Befragte machen oder je mehr Arbeitstage sie am Stück arbeiten, desto eher betrachten sie die Patient*innensicherheit als gefährdet. Ebenso gilt: Je höher die empfundene Arbeitsbelastung, desto schlechter wird die Gewährleistung der Patient*innensicherheit von Befragten beurteilt.

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Fast 20% der Befragten geben an oft Abstriche bei ihrer Arbeitsqualität machen zu müssen, um ihr Arbeitspensum zu schaffen. Befragte, die mehr Überstunden pro Monat machen oder mehr Tage am Stück arbeiten, geben auch häufiger an Abstriche bei der Qualität ihrer Arbeit machen zu müssen, um ihr Arbeitspensum zu schaffen. Außerdem gilt: Je belastender Befragte ihren Arbeitsalltag wahrnehmen, desto öfter geben sie an Abstriche bei der Qualität ihrer Arbeit machen zu müssen, um ihr Arbeitspensum zu schaffen.

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Wartezeiten bei der Übergabe

70% aller Befragten stimmten voll oder eher zu, dass die Wartezeit im Krankenhaus für die Übergabe der Patient*innen an das Pflegepersonal in der Regel höher als 10 Minuten ist. Zwischen Befragten aus städtischen und aus ländlichen Regionen zeigen sich keine signifikanten Unterschiede in der Beantwortung dieser Frage.

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Die große Mehrheit der Befragten gibt an, dass, wenn die 10-Minuten-Marke bei der Übergabe überschritten wurde, die verlängerte Wartezeit durchschnittlich unter einer halben Stunde lag (78,4%). 16,2% der Befragten berichten von verlängerten Wartezeiten zwischen 30 bis 60 Minuten und 4% zwischen einer und zwei Stunden. Unter die 1,4% sonstige Angaben fallen auch etwa 30 Befragte, die von Wartezeiten von weit über 2 Stunden und von bis zu 9 Stunden berichteten. 

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Bewertung der Bezahlung

Fast die Hälfte der Befragten (48,8%) hat nicht das Gefühl im Vergleich zu anderen Berufsgruppen im Rettungsdienst gerecht bezahlt zu werden. Nur 12,8% der Befragten stimmen der Frage voll zu. Wer mehr Überstunden macht, empfindet seine Bezahlung eher als ungerecht. Für alle Befragten gilt: Je geringer die empfundene Arbeitsbelastung, desto eher wird die Bezahlung im Vergleich zu anderen Berufsgruppen im Rettungsdienst als gerecht empfunden. Die Bezahlung hat auch einen Effekt auf den beruflichen Verbleib, denn umso gerechter Befragte ihre Bezahlung empfinden, desto eher können sie sich auch vorstellen ihrem Beruf bis zur Rente ohne Einschränkungen nachzugehen.

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Notärzt*innen und Rettungssanitäter*innen bewerten ihre Bezahlung eher als gerecht als andere Berufsgruppen im Rettungsdienst. Am ungerechtesten wird die eigene Bezahlung von Rettungshelfer*innen wahrgenommen. 

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Wunsch nach einheitlichen Regelungen

78,5% der Befragten stimmen der Frage, ob sie sich einheitliche, bundesweite Regelungen im Rettungsdienst wünschen, voll zu und weitere 13,8% stimmen eher zu. Nur 2,8% aller Befragten wünschen sich keine einheitlichen, bundesweiten Regelungen im Rettungsdienst. Die Verteilung des Wunsches nach einheitlichen, bundesweiten Regelungen unterscheidet sich nicht zwischen den Berufsgruppen oder zwischen Stadt und Land.

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Fazit

Die Befragung zeigt, dass sich im Rettungsdienst dringend etwas ändern muss. Sie zeichnet das Bild eines Systems, in dem die Beschäftigten dauerhaft überlastet sind – durch ein hohes Arbeitspensum, Gewalterfahrungen im Arbeitsalltag und Fehleinsätze.

Die strukturelle Überlastung gefährdet die Qualität und Sicherheit der Versorgung. Mehr als ein Drittel der Befragten glaubt nicht, dass die Patient*innensicherheit aktuell gewährleistet ist und 20% berichten davon, dass sie oft Abstriche bei der Arbeitsqualität machen müssen. Die Einschätzung von Sicherheit und Qualität steht in direktem Zusammenhang mit der Anzahl der Überstunden und den Arbeitstagen am Stück.

Die Arbeitsbedingungen sind langfristig nicht tragbar. Zwei Drittel der Befragten können sich nicht vorstellen ihrem Job bis zur Rente nachzugehen. Gleichzeitig fehlt es den Beschäftigten an Perspektiven für Weiterbildung und Aufstieg. Als besonders großes Problem werden außerdem die bundesweit uneinheitlichen Regelungen wahrgenommen. So variiert die Praxis abhängig von den ärztlichen Leitungen im Rettungsdienst von Landkreis zu Landkreis.

Die Grundgesamtheit der Untersuchung umfasste alle im deutschen Rettungsdienst beschäftigten Personen. Nach Angaben von ver.di arbeiten über 89.000 Beschäftigte auf rund 2.200 Rettungswachen in Deutschland. Nach Abschluss der Datenbereinigung umfasste der finale Datensatz 7.902 Fälle, was einem Anteil von 8,6 % aller im Rettungsdienst Beschäftigten entspricht.

Bei der Interpretation der Ergebnisse gilt es zu beachten, dass die Befragung nicht auf einer Zufallsstichprobe, sondern auf der Selbstselektion der Teilnehmenden beruht. Zusätzlich zeigt sich eine signifikante regionale Verzerrung. Die bevölkerungsreichsten Bundesländer Nordrhein-Westfalen (−41,5 %) und Bayern (−34,8 %) sind deutlich unterrepräsentiert, während kleinere Bundesländer wie Sachsen (+54,5 %) und Hessen (+44,3 %) überrepräsentiert sind.

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Mit 66% gab die Mehrheit der Teilnehmenden Notfallsanitäter*in zu sein (n=5211). Die zweitgrößte Berufsgruppe unter den Befragten sind Rettungsanitäter*innen mit 29% (n=2334). Rettungsassistent*innen machen nur 3% der Befragten aus (n=208). Notärzt*innen (n=75) und Rettungshelfer*innen (n=74) nahmen mit jeweils 1% am wenigsten an der Befragung teil.

Befragte die angaben selbst nicht im Rettungsdienst beschäftigt zu sein oder uneindeutige Angaben machten wurden gänzlich von der Analyse ausgeschlossen.

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Fast jeder zweite Befragte (46%) gab an beim DRK oder BRK beschäftigt zu sein (n=3639). Die zweitgrößte Gruppe der Befragten ist bei einer Feuerwehr angestellt (11,3%, n=892). Darauf folgen die Hilfsorganisationen ASB (8,9%, n=698), Malteser (8,7%, n=688) und Johanniter (8,4%, n=660) als Träger. Knapp 7% der Befragten gaben an bei einem Rettungsdienst beschäftigt zu sein, der kommunal betrieben wird, also von einer Stadt oder einem Landkreis selbst (n=544). Auch die RKiSH ist ein kommunales Tochterunternehmen und versammelt weitere 1,1% der Teilnehmenden der Befragung auf sich (n=86). 0,7% der Befragten gaben an beim privaten Rettungsdienst Falck beschäftigt zu sein (n=52), 0,4% bei der Bundeswehr (n=33) und 0,3% der Befragten in einem Leiharbeitsunternehmen (Arbeitnehmerüberlassung) (n=22). 

7,1% aller Teilnehmenden arbeiten für andere Träger, diese Kategorie umfasst hauptsächlich kleinere private Rettungsdienstunternehmen und Menschen die keine Angaben machen wollten. 

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Die Frage danach, ob man sich gerade in Ausbildung befindet wurde nur von ca. 80% der Befragten beantwortet. 18% dieser Befragten gaben an sich derzeit in Ausbildung zu befinden (n=1129).

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Die Befragten verteilen sich fast gleichmäßig auf städtische (45,9%, n=3628) und ländliche Regionen (42,5%, n=3357). 11,6% der Befragten (n=917) kreuzten beide Optionen an, beispielsweise weil sie sowohl in städtischen als auch ländlichen Regionen arbeiten.

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Knapp 70% der Befragten sind Männer (n=5467) und 30% Frauen (n=2369). An der Befragung nahmen außerdem 28 Menschen (0,4%) teil, die sich als divers einordneten. 0,5% aller Befragten (n=38) machten keine Angabe zu ihrem Geschlecht. Aufgrund der geringen Fallzahl und des damit verbundenen Reidentifikationsrisikos wurden für inferenzstatistische Analysen nach Geschlecht die Kategorien divers und weiblich zusammengefasst, da sie ein ähnliches Antwortmuster aufweisen.

Der Männeranteil in der Stichprobe (70%) liegt leicht über dem Anteil männlicher Beschäftigter im deutschen Rettungsdienst von 65 % (Statistisches Bundesamt 2024).

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7% der Befragten gaben an verbeamtet zu sein (n=546). 

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Für weitergehende Fragen zu Daten und Methodik der Befragung kannst du uns jederzeit gerne kontaktieren.

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